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Vor der St.-Georg-Kirche in Mengeringhausen

Blick über die Grenze: Zu Besuch in der „Bunten Fachwerkstadt“ Mengeringhausen

Eine spannende Zeitreise erlebten die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Winterberg bei ihrer jüngsten Exkursion nach Mengeringhausen. Der 1234 erstmals urkundlich erwähnte Ort war einst eine eigene Stadt und gehört heute zum nordhessischen Bad Arolsen.

Nach der Ankunft wurden die Winterberger herzlich von Vertretern des örtlichen Heimatvereins begrüßt, welche auch die Führung durch die mittelalterliche Altstadt übernahmen. Beim Rundgang durch die engen Gassen hinterließen die gut erhaltenen, farbenprächtigen Häuser der „Bunten Fachwerkstadt“ einen nachhaltigen Eindruck. Ein erster Höhepunkt war der Besuch der St.-Georg-Kirche. Die spätmittelalterliche gotische Hallenkirche wurde 1423 fertiggestellt. Die Gäste staunten besonders über den markanten, in sich verdrehten, schiefen Kirchturm. Auch im Inneren faszinierten historische Kunstschätze, wie das Wandtabernakel und das Kruzifix, die beide noch aus dem Mittelalter stammen. Beeindruckend ist auch der dreigeschossige barocke Hochaltar. Als einzigartig kann die Kanzel von 1598 angesehen werden, die Luther als den Abschluss der Heilsgeschichte zeigt.

Ein weiterer wichtiger Haltepunkt der kulturhistorischen Führung war die ehemalige Wasserburg der Grafen von Waldeck im Südwesten der Altstadt. Die Sauerländer Heimatfreunde erfuhren einiges über die wechselvolle Geschichte der Anlage, deren Anfänge im 13. Jahrhundert liegen.

Die Erkundungstour endete schließlich im örtlichen Heimatmuseum. Hier tauchten die Besucher noch tiefer in die regionale Historie ein. Die Demonstration an einer Spindelpresse veranschaulichte das alte Münzprägehandwerk, was einen direkten Bezug zur Geschichte des Ortes herstellte, der im 17. und 18. Jahrhundert einige Jahre eine eigene Münzstätte besaß.

Zum gemütlichen Ausklang des Tages lud der Heimatverein Mengeringhausen zu Kaffee und Kuchen ein. In geselliger Runde nutzen die Mitglieder beider Vereine die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen. Mit vielen neuen Erkenntnissen über die geschichtsträchtige Region im benachbarten Waldecker Land traten die Winterberger schließlich die Heimreise an.