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Heimat- und Geschichtsverein begeistert beim 750-jährigen Stadtjubiläum

Winterberg. Ein dreitägiges Fest voller Leben, Begegnungen und tiefer Einblicke in die Stadtgeschichte: Alle zwei Jahre zieht das Winterberger Stadterlebnis die Besucher in seinen Bann. In diesem Jahr bildete es die feierliche Kulisse für das 750-jährige Stadtjubiläum, das anlässlich der urkundlichen Ersterwähnung begangen wurde. Dieses besondere Festwochenende wird allen Gästen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Dass dieses geschichtsträchtige Jubiläum überhaupt in diesem Rahmen gefeiert wurde, ist maßgeblich dem unermüdlichen Einsatz des Heimat- und Geschichtsvereins Winterberg (HGV) zu verdanken. Als treibende Kraft hinter dem Jubiläumsjahr zeigte der Verein am Festwochenende eindrucksvoll, wie packend und lebendig Heimatgeschichte sein kann.

Bereits der Freitagabend stand ganz im Zeichen des Jubiläums: Der 1. Vorsitzende des HGV, Dr. Friedrich Opes, stimmte die Bürger und Gäste in einer der offiziellen Eröffnungsreden auf das historische Festwochenende ein. Am Samstagnachmittag fesselte er die Zuhörer erneut mit einem fundierten Bildervortrag, der die bewegte Geschichte Winterbergs eindrucksvoll zum Leben erweckte.

Magnet für Geschichtsbegeisterte
Der Stand des Heimat- und Geschichtsvereins entwickelte sich schnell zu einem der absoluten Publikumsmagneten des Stadterlebnisses. Das Team des HGV hatte ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das Jung und Alt anlockte und für durchgehend großen Zulauf sorgte.

Beim großen Jubiläumsquiz am Samstag und Sonntag stellten viele Winterberger und Gäste ihr Wissen unter Beweis und konnten tolle Preise gewinnen. Großen Zuspruch fand auch die historische Schreibwerkstatt. Hier konnten die Besucher ihren eigenen Namen in der alten Kurrentschrift zu Papier bringen und wurden für ihre Mühen mit einer stilechten Urkunde belohnt.

Postkarten gingen weg wie warme Semmeln
Ein ganz besonderer Clou war die exklusive Postkarte mit historischen Winterberger Motiven, die es nur am HGV-Stand zu erwerben gab. Dr. Friedrich Opes war hierbei im Dauereinsatz: Er versah die Karten vor den Augen der begeisterten Käufer in alter Kurrentschrift mittels Tinte und Feder mit einem stilechten Gruß. Ein spezieller Jubiläumsstempel des HGV machte die Postkarten zu einem begehrten Sammlerstück. Die Karten gingen weg wie warme Semmeln – der Vorsitzende schrieb, bis die Finger blau waren.

Neben den Postkarten stießen auch die Ausgaben der Vereinsschrift „De Fitterkiste“ und die liebevoll gestalteten Bildbände auf großes Kaufinteresse. Wer ein Stück Heimat für die eigenen vier Wände suchte, konnte gegen eine Spende alte, gerahmte Bilder von Winterberg erwerben.

Historische Schätze und die Urkunde von 1276
Darüber hinaus nutzte der Verein die Plattform, um seine vielseitige Arbeit zu präsentieren. Große Aufmerksamkeit erweckte der Winterberger Denar, der im Sommer 2002 bei Erdbauarbeiten gefunden wurde. Die Mitglieder erklärten den interessierten Gästen die spannende Geschichte der um 1300 in Winterberg geprägten Münze. Auch das historische Winterberger Notgeld zog die Blicke auf sich. Außerdem wurde das „Winterberger Schlausmen“ vorgestellt. Die Geheimsprache der Winterberger Sensenhändler ist seit 2004 als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Das absolute Highlight der Ausstellung war die detailgetreue Nachbildung jener Abschrift, die den Text der Originalurkunde von 1276 mit der erstmaligen Erwähnung Winterbergs überliefert hat. Für Geschichtsbegeisterte war dieser hautnahe Blick auf das Fundament der Winterberger Stadtgeschichte ein besonderer Moment.

Nach diesem gelungenen Wochenende zieht der Heimat- und Geschichtsverein ein rundum positives Fazit. Alle Beteiligten zeigten sich mehr als zufrieden mit dem großen Interesse der Bürger und Gäste, die die Gelegenheit für zahlreiche tiefgehende Gespräche nutzten.